Endlich geschafft – ich bin Heilpraktiker!

12. Dezember 2016, 13:45h. Nach geschaffter schriftlicher Prüfung im Oktober, spitzte sich meine innere Anspannung zu diesem Termin hin immer mehr zu. Im Gesundheitsamt Nürnberg angekommen wurden mir aus allen Bereichen der Physiologie, Pathophysiologie, Infektionslehre, Gesetzeskunde und Notfallmedizin knappe 45 Minuten Löcher in den Bauch gefragt. Die Belohnung war ein nass geschwitztes Hemd, ein Berg weniger auf den Schulter und die Urkunde zur rechtmäßigen Ausübung der Naturheilkunde in meinen Händen.

Bevor jetzt die Fragen anrollen, ob ich nun auch „diese Kügelchen“ verschreiben kann oder Eigenbluttherapie anbiete, sollte erwähnt werden, dass die Heilpraktikerprüfung in Deutschland überhaupt nichts mit der Naturheilkunde zu tun hat. Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur etc. sind alles Bereiche, wo ein naturheilkundlich-arbeitender Therapeut seine Schwerpunkte legen kann. Mein Schwerpunkt ist aktuell die Osteopathie [mehr]. Aufgrund der aktuellen, rechtlichen Lage der Osteopathie habe ich mich um den Heilpraktikertitel bemüht, um diese uneingeschränkt ausüben zu können. Zu der Frage, ob ich dann vielleicht doch eines Tages „Kügelchen“ verschreibe, kann ich zu diesem Zeitpunkt nur sagen: möglich wäre es! 🙂